Verzweiflung

Gebeine werfen Sterne an,
Ein Wunderbusen blendet.
Gestirne, Backen, Spalten,
Formvollendet.
Ganz im Ursprung.
Und immer blitzt ein Wirklich-Werden auf,
schwül im Schöpfungsfieber,
stundengetrieben, trunken –
da dünkt es der Gegenwärtigkeit
’Himmelwärts‘.

Ergebene auf senkrechten Wegen,
Grünspan, Glimmerschiefer-Psalme.
Ein ’Heil‘ echot entgegen,
ein Hauch von Verbrüderung –
Berge in die Eb’ne hebend.
Und jodelnd begangene Gipfelbekreuzigung.

Begehren, Aufbegehren.
Jeder neue Morgen trägt Triebe.
Tagwerk stempelt Sternenstaub,
Leib um Laib.
Und Seelen winden sich fleischwerdend,
versucht zu reflektieren.

Ein gestohlenes Wollen blickt sich nach allen Seiten um
und hinter jeder Tür auch Rost, auch Augen.
In die Löcher klaffen Mauern.
Lämmer, Dilemma.
Auf geraden Straßen verirrt.

Trügerisch dämmert es dem tiefen Geist
’Spirituosen‘.
Und wieder erklingt ein fast verstummter Glaube
freien Willens.
O Urquell rauschender Duelle,
maische fort.
Daubendur, Delirium.

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~ von auseelia - Juni 19, 2011.

Eine Antwort to “Verzweiflung”

  1. Ein lyrisches Experiment nach dem bewunderten und
    inspirierenden Dichter Gottfried Benn

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